Wir entmystifizieren den Hype und zeigen Dir, was heute wirklich möglich ist und wie Du mit Deinem Unternehmen startest.
Künstliche Intelligenz in der Finanzplanung
in Unternehmen verändern
Viele mittelständische Unternehmen stehen vor der großen Herausforderung, ihre Planung und Steuerung schneller, transparenter und verlässlicher zu machen. In der Praxis ist das oft aufwendig: Daten werden aus unterschiedlichen Systemen zusammengeführt, Abstimmungen dauern lange und verschiedene Bereiche arbeiten mit unterschiedlichen Zahlenständen.
Klassisches Reporting schafft hier Transparenz und hilft, Entwicklungen zu verstehen. Gleichzeitig wird eine Grenze sichtbar: Es erklärt, was passiert ist, unterstützt aber nur eingeschränkt dabei, zukünftige Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und fundierte Entscheidungen zu treffen.
Genau hier setzt künstliche Intelligenz an. Sie erweitert das Corporate Performance Management (CPM) – also Planung, Steuerung und Reporting im Unternehmen – um die Fähigkeit, Muster in Daten zu erkennen, Entwicklungen zu simulieren und Abweichungen frühzeitig zu erkennen.
Frank Schmidt leitet den Bereich Finanzplanung & Controlling bei pmOne. Der studierte Wirtschaftsinformatiker aus dem Weserbergland beantwortet jederzeit gerne Deine Fragen.
Was KI im Controlling heute bereits leistet
KI unterstützt das Controlling heute vor allem bei der Analyse und Strukturierung großer Datenmengen. Sie hilft dabei, Auffälligkeiten in Plan-, Ist- und Prognose-Daten frühzeitig zu erkennen und Zusammenhänge sichtbar zu machen, die auf den ersten Blick nicht offensichtlich sind.
Ein Beispiel aus der Praxis
Entwickeln sich Kosten, Nachfrage oder Produktionsmengen anders als geplant, kann KI solche Abweichungen automatisch identifizieren und mögliche Ursachen aufzeigen. Controller erhalten so schneller Hinweise darauf, wo Handlungsbedarf besteht.
Darüber hinaus wird KI zunehmend genutzt, um Prognosen zu verbessern. Statt Zahlen lediglich fortzuschreiben, werden zusätzliche Einflussfaktoren berücksichtigt – etwa historische Entwicklungen, saisonale Muster oder externe Einflüsse. Das führt zu belastbareren Einschätzungen zukünftiger Entwicklungen.
Auch in der Berichterstattung übernimmt KI erste Aufgaben
Systeme können Inhalte automatisch aufbereiten und beispielsweise erläutern, warum sich bestimmte Kennzahlen verändert haben. Das spart Zeit und erleichtert die Interpretation.
In all diesen Fällen gilt jedoch: KI unterstützt die Analyse und Vorbereitung von Entscheidungen – sie ersetzt sie nicht.
Die Rolle des Menschen bleibt zentral
Auch mit zunehmendem Einsatz von KI bleibt die Verantwortung für Planung und Steuerung beim Menschen. Controller und Führungskräfte müssen Ergebnisse einordnen, bewerten und daraus Maßnahmen ableiten.
Gerade im Mittelstand ist das entscheidend. Zahlen stehen nie für sich allein, sondern müssen im Kontext von Markt, Kunden, Produktion und strategischer Ausrichtung verstanden werden.
KI kann dabei helfen, Zusammenhänge schneller zu erkennen und Entscheidungsgrundlagen zu verbessern. Die eigentliche Entscheidung – und damit auch die Verantwortung – bleibt jedoch beim Menschen.
KI wächst mit dem Reifegrad des Controllings
Wie stark Unternehmen von KI profitieren, hängt maßgeblich davon ab, wie gut ihre bestehenden Strukturen bereits funktionieren.
In vielen Organisationen dominieren nach wie vor manuelle Prozesse und Excel-basierte Planungen. Daten müssen zusammengeführt, geprüft und aufbereitet werden – oft mit hohem Aufwand.
Mit zunehmendem Reifegrad werden Prozesse standardisiert und Systeme stärker integriert. Erst auf dieser Grundlage lassen sich KI-Funktionen sinnvoll einsetzen, etwa zur Unterstützung von Prognosen, zur automatischen Analyse von Abweichungen oder zur Identifikation von Mustern in großen Datenmengen.
Unternehmen, die bereits über konsistente Daten und klare Prozesse verfügen, können KI deutlich schneller und gezielter nutzen.
Wie KI in modernen CPM-Tools eingesetzt wird
Moderne CPM-Lösungen integrieren KI direkt in bestehende Planungs- und Steuerungsprozesse. Sie greifen auf historische Daten, bekannte Einflussfaktoren und vorhandene Muster zurück, um fundierte Vorschläge und Prognosen zu liefern.
Ein typisches Einsatzfeld ist die Unterstützung bei der Planung und beim Forecast. Statt Zahlen linear fortzuschreiben, werden verschiedene Einflussfaktoren berücksichtigt, beispielsweise Auftragslage, Preisentwicklungen oder Kapazitätsgrenzen in der Produktion. Daraus entstehen realistischere Entwicklungsszenarien.
Darüber hinaus unterstützen viele Systeme unterschiedliche Rollen im Unternehmen gezielt: Analysten bei der Identifikation relevanter Abweichungen, Planungsverantwortliche bei der Erstellung und Bewertung von Szenarien und Führungskräfte bei der schnellen Einordnung zentraler Kennzahlen.
Voraussetzung: stabile Prozesse und saubere Daten
So leistungsfähig KI-gestützte Funktionen auch sind – ihr Nutzen hängt unmittelbar von der Qualität der zugrunde liegenden Daten und Prozesse ab.
Nur wenn Daten konsistent, vollständig und verlässlich sind, können sinnvolle Analysen und Prognosen entstehen. Gleichzeitig müssen Prozesse klar definiert und Systeme stabil integriert sein.
Fehlen diese Grundlagen, führt der Einsatz von KI nicht zu besseren Ergebnissen. Stattdessen werden bestehende Probleme sichtbarer – etwa inkonsistente Daten oder unklare Verantwortlichkeiten.
Fazit: KI kann das Controlling sinnvoll ergänzen – wird es aber nicht ersetzen
KI verändert Planung und Steuerung im Controlling bereits heute spürbar. Sie hilft, Daten schneller auszuwerten, Muster zu erkennen und Prognosen zu verbessern.
Ihr eigentlicher Mehrwert entsteht jedoch erst im Zusammenspiel mit klaren Strukturen, verlässlichen Daten und fundierter fachlicher Einordnung.
Für viele mittelständische Unternehmen bedeutet das: Der Einsatz von KI ist kein Selbstzweck. Entscheidend ist, die eigenen Grundlagen zu stärken und darauf aufbauend neue Technologien gezielt einzusetzen.
So wird aus reiner Auswertung Schritt für Schritt eine vorausschauende Steuerung.
Hast Du Fragen?
Wie groß der Nutzen von KI im Controlling ist, hängt stark von den bestehenden Daten, Prozessen und Systemen ab. Gerne schauen wir gemeinsam mit Dir auf Deine Ausgangssituation und zeigen Dir, wo konkrete Potenziale liegen.